Geschichte der Bergbaude "Veilchenbrunnen"

Schon Ende des 19. Jhd. begann man im Thüringer Wald neue Überfahrtswege zur Kammüberquerung zu planen und zu bauen.Bergbaude Veilchenbrunnen Die Lasten der Pferdefuhrwerke wurden größer und schwerer, sodass die herkömmlichen steil ansteigenden Übergangswege damit nicht zu bewältigen waren. Eine schwächer ansteigende Straße zur Überquerung des Thüringer Waldes wurde über den Veilchenbrunnen gebaut, sodass man eine direkte Fahrverbindung in das Gothaer Land und nach Tambach-Dietharz erhielt.

Um die Überfahrt zu erleichtern wurde 1912/ 1913 der Gasthof und Hotel „ Veilchenbrunnen“ gebaut. Immerhin erreichten die Fuhrwerke auf wenigen Kilometern eine Seehöhe von 820 Metern.

Somit war Gasthof, Logie und Pferdeunterstand gesichert. Dieses Berghotel wurde bis 1945 betrieben.

Bergbaude Veilchenbrunnen In den letzten Kriegswochen wurde das Hotel Opfer des amerikanischen Artilleriebeschusses und brannte aus. Anfang der 50- er Jahre wurde auf den Grundmauern im Barackenstil eine neue Gaststätte errichtet, sodass das Ausflugsziel „Veilchenbrunnen“ wieder „aktiviert“ wurde. Leider fiel auch diese Gaststätte Anfang der 60- er Jahre wegen Baufälligkeit zum Opfer.

Daraufhin wurde 1967 das am gleichen Standort stehende Kinderferienlager des Kugellagerwerkes Zella-Mehlis zur Gaststätte “Veilchenbrunnen“ umfunktioniert und ist bis zum heutigen Tag in Betrieb.

Und so ist das Ausflugsziel „Veilchenbrunnen“ nach 100 Jahren immer noch beliebter Anziehungspunkt von Einheimischen und Touristen.